Statut zum BDA-Preis Sachsen

Präambel

Wesentliche Aufgabe des Bundes Deutscher Architekten ist es, die Qualität des Planens und Bauens in Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und unserer Umwelt zu sichern und zu fördern.

Der BDA Preis Sachsen wird mit dem Ziel vergeben, in diesem Sinne vorbildliche Bauten in Sachsen auszuzeichnen, um die gemeinsame Leistung und das persönliche Engagement von Bauherren und Architekten zu würdigen. 

Die Auszeichnung soll dazu beitragen, das öffentliche Bewusstsein für die qualitätvolle Gestaltung unserer Umwelt zu schärfen und Maßstäbe in der Architekturentwicklung zu setzen.


1. Grundlagen des Verfahrens

 

  • Der BDA Preis Sachsen wird Bauwerken, Gebäudeensembles und städtebaulichen Anlagen zuerkannt, die in Sachsen realisiert wurden.
  • Er soll alle 3 Jahre ausgelobt werden.

  • Verantwortlich für die Abwicklung des Verfahrens ist der BDA Landesvorstand Sachsen. Er erlässt jeweils die näheren Ausführungsbestimmungen und benennt den zuständigen Organisator.

  • Das Verfahren ist nicht anonym.

2. Teilnahme und Gebühren

  • Zur Einreichung berechtigt sind Architekten, ggf. gemeinsam mit ihrem Bauherrn.

  • Der BDA Sachsen kann selbst Architekten bemerkenswerter Objekte zur Teilnahme auffordern.

  • Vorschläge oder Hinweise auf preiswürdige Bauten werden auch von Dritten erbeten.

  • Die Fertigstellung der eingereichten Arbeiten darf maximal 5 Jahre zurück liegen.

  • Ein Objekt kann nur einmal zum BDA Preis eingereicht werden.

  • Jeder Architekt kann sich mit mehreren Beiträgen beteiligen.

  • Für jedes eingereichtes Objekt wird eine Teilnahmegebühr erhoben, die zur teilweisen Deckung der Unkosten des Verfahrens dienen.

  • Für Veröffentlichungen ist ein zusätzlicher Kostenbeitrag zu leisten.

  • Die Höhe der Gebühren wird vor der Auslobung vom BDA Landesvorstand Sachsen beschlossen.

3. Art der Auszeichnung

  • Die Auszeichnung wird in 2 Rängen vergeben:

  • 1. Rang "Architekturpreis BDA Sachsen (Jahreszahl)"

  • 2. Rang "Anerkennung Architekturpreis BDA Sachsen (Jahreszahl)"

  • Als 1. Rang werden 3 Objekte prämiert, als 2. Rang werden bis zu 7 Projekte ausgewählt.

  • Die Auszeichnung besteht aus einer für die Anbringung am Objekt vorgesehen Plakette mit Schriftzug (Rang/Jahreszahl/Architekt) und je einer Urkunde für Architekt und Bauherr mit Objektbezeichnung, Rang, Jahreszahl, Architekt, Bauherr sowie einer Beurteilung des Objektes durch die Jury.

4. Einzureichende Unterlagen

  • Einzureichen sind zum Verständnis und zur Beurteilung des Objekts notwendigen Unterlagen wie:

    a. Fotos,

    b. Zeichnungen,

    c Kennwerte zu Flächen, Rauminhalt, Baukosten,

    d. kurze textliche Erläuterung

  • Die Darstellungen (Fotos, Zeichnungen und Text) sind auf maximal 2 Tafeln im Hochformat DIN A1, vollflächig auf Kapa-Platten 0,5 mm bzw. auf Tafeln mit gleichem Flächengewicht aufzuziehen.

  • Jede Tafel ist mit Objektbezeichnung, Ort, Bauherr, Entwurfsverfasser und Realisierungszeitraum zu beschriften.

  • Die Bezeichnung "BDA Preis Sachsen" darf auf den Tafeln nicht verwendet werden.

  • Zusätzlich zu den Tafeln sind folgende Unterlagen einzureichen:

    a) 1 Blatt DIN A4 mit:, Objektbezeichnung und Realisierungszeitraum, Verfassererklärung / Bestätigung der Urheberschaft, ggf. Nennung weiterer Mitarbeiter, Büroanschrift mit Telefon-Nummer und anderen Kommunikationsadressen, Name und Anschrift des Bauherrn

    b) Vervielfältigungsvorlage mit den wichtigsten Darstellungen und Informationen zum Objekt

    c) Kopie des Einzahlungsbeleges für Teilnahmegebühr

  • Bei Nichtbeachtung o.g. Punkte können Beiträge von der Bewertung ausgeschlossen werden.

5. Beurteilungskriterien

  • Die einzureichenden Unterlagen müssen eine Beurteilung nach folgenden Kriterien ermöglichen wie:

  • Beitrag zur Entwicklung der Baukultur

  • architektonische Gestaltung

  • Idee, Funktion, Form und Struktur

  • Angemessenheit bezogen auf die Aufgabe

  • Einordnung in die Umgebung

  • Umweltverträglichkeit

  • soziale Aspekte

6. Jury 

  • Der BDA Landesvorstand Sachsen beruft die Jury mit folgender Zusammensetzung: 2 nicht in Sachsen ansässige und vom BDA Sachsen unabhängige Architekten, 1 Architekturkritiker oder Fachjournalist

  • Ein Vertreter des Auslobers kann ohne Stimmrecht bei der Jurysitzung anwesend sein.

  • Jede an der Jurysitzung teilnehmende Person erhält auf Nachweis Unkosten für Verkehrsmittel, Übernachtung u.ä. erstattet

  • Die Jury ist unabhängig und tagt unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

  • Ihre Entscheidungen sind unter Ausschluss des Rechtsweges endgültig und unanfechtbar.

7. Veröffentlichung

  • Durch eine öffentliche Auszeichnungsveranstaltung und Informationen an Presse und andere Medien soll, dem Anliegen des BDA Preises entsprechend, eine breite Öffentlichkeit erreicht werden.

  • Es ist beabsichtigt, möglichst viele qualitätvolle Arbeiten in Ausstellungen und Veranstaltungen zu präsentieren.

  • In Verantwortung des BDA Sachsen wird eine Broschüre oder vergleichbare Veröffentlichung erstellt, in der alle ausgezeichneten Objekte und ggf. Arbeiten weiterer Wertungsrundgänge veröffentlicht werden.

8. Einverständniserklärung / Ausschluss / Haftung

  • Mit Abgabe der Unterlagen an den BDA Landesvorstand Sachsen erkennt der Teilnehmer die Bestimmungen des Statutes und der Auslobung zum BDA-Preis Sachsen an.

  • Er erteilt damit seine Zustimmung zur Veröffentlichung und stellt den BDA Sachsen ohne Vergütungsansprüche und frei von rechten Dritter alle erforderlichen Unterlagen zur Verfügung.

  • Landschaftsarchitekten/innen und Fotografen werden aus urheberrechtlichen Gründen genannt.

  • Der BDA Landesvorstand Sachsen verpflichtet sich, mit den eingereichten Unterlagen sorgsam umzugehen, übernimmt jedoch für Beschädigung oder Verlust keine Haftung.

  • Der BDA Sachsen legt Ort und Zeitraum fest, wo nach Abschluss des Verfahrens und der Ausstellungen die eingereichten Unterlagen durch die Teilnehmer abgeholt werden können.




Chemnitz/Dresden/Leipzig, 03.03.2012


Preview