Statut Studienpreis "Konrad Wachsmann" des BDA Sachsen

Die Satzung

Präambel
Der Bund Deutscher Architekten, 1903 in Frankfurt gegründet, ist der älteste und renommierteste Verband freiberuflich tätiger Architekten in Deutschland. Seine berufenen Mitglieder treten dafür ein, die Qualität des Planens und Bauens in Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, der Geschichte und der Umwelt zu fördern, die Rahmenbedingungen für die Berufsausübung des Berufsstandes zu verbessern und das öffentliche Bewusstsein für gute Architektur und Stadtplanung zu stärken.
Diese ideellen architektur- und berufspolitischen Ziele, die Qualität des eigenen baulichen und planerischen Schaffens sind gemeinsame Grundhaltung und die persönliche Verbundenheit der Mitglieder untereinander.

Qualitätsorientierung fängt an den Hochschulen an. Daher gehört die Förderung des beruflichen Nachwuchses von jeher zu den Aufgaben des BDA.
Durch die Auslobung des Studienpreises möchte der BDA Sachsen besonders begabte Absolventinnen und Absolventen dazu motivieren, ihre Leistungen einem breiten öffentlichem Publikum zugänglich zu machen.

Der Preis soll dazu beitragen, den Dialog zwischen Ausbildung und Praxis zu intensivieren und die baukulturellen und berufspolitischen Aktivitäten des BDA an den Hochschulen zu vermitteln.

Konrad Wachsmann, geb. 1901, war ein deutscher Architekt jüdischer Abstammung, der nach einer Tischlerlehre von 1920 – 1924 an der Kunstgewerbeschule, und in Dresden an der Kunstakademie bei Prof. Heinrich Tessenow studierte. Danach prägte ihn Hans Poelzig, bei dem er als Meisterschüler an der Kunstakademie in Berlin und Potsdam arbeitete.

Wachsmann arbeitete zwei Jahre als Assistent bei Le Corbusier in Paris und beschäftigte sich als einer der ersten Architekten mit der industriellen Vorfertigung. Im Unternehmen „Christoph & Unmack AG in Niesky, eine auf Holzbauten spezialisierte Firma, war er mit 25 Jahren bereits Chefarchitekt. Konrad Wachsmann emigrierte während des Krieges in die USA und entwickelte dort, zusammen mit Walter Gropius, ein Fertighaussystem in Holzbauweise, das s. g. „Packaged House System“. Zahlreiche österreichische Architekten (Hollein, Kurrent, Uhl, Czech, Peichl und Wawrik) begeisterte er ab 1956 für seine Idee des industriellen Bauens in seiner Zeit als Leiter der Architekturklasse der Salzburger Sommerakademie.

Das Einstein-Haus in Caputh ist sein bekanntestes Werk, ebenfalls erhalten sind das Wohnhaus Dr. Estrich in Jüterbog und das hölzerne Direktorenhaus in der Nieskyer Goethestraße als die noch einzigen Wachsmann-Bauten in Deutschland.



Die Vergabe: Gegenstand, Teilnahme
Der „Konrad Wachsmann Preis“ wird von 2014 an in der Regel jährlich vergeben.
Ausgezeichnet werden Absolventinnen und Absolventen der Fachbereiche Architektur und Städtebau der sächsischen Hochschulen für herausragende Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten jeglicher Aufgabenstellung, die im laufenden oder im vorhergehenden Semester abgeschlossen und mit der Note 2,0 oder besser bewertet wurden.
Arbeitsgemeinschaften sind zugelassen.

Die einzureichenden Unterlagen und die Termine sind der jeweils aktuellen Auslobung des Studienpreises zu entnehmen.


Die Jury
Die Jury besteht aus drei stimmberechtigten Mitgliedern, in der Regel zwei Architektinnen oder Architekten und Stadtplaner oder Stadtplanerinnen von überregionalem Renommee. Sie müssen dem BDA nicht angehören. Aktive Lehrende der beteiligten Hochschulen sind ausgeschlossen.
Ein Mitglied des Landesvorstandes des BDA Sachsen gehört der Jury als geborenes Mitglied an.
Die Jury bestimmt aus ihrer Mitte einen Vorsitzenden und legt Auswahlverfahren und - kriterien selbst fest. Ihre Entscheidungen werden protokolliert und sind unanfechtbar. Es werden bis zu drei Preise vergeben. Es besteht die Möglichkeit, Anerkennungen und Sonderpreise zu vergeben. Die Juroren erhalten eine Reisekostenerstattung. Ein Honorar ist nicht vorgesehen.


Die Preise: Preisverteilung, Veröffentlichung
Die Preisträger erhalten ein Preisgeld. Die Aufteilung unter den Preisträgern legt die Jury fest. Es steht ein Preisgeld von 3000,00 Euro zur Verfügung.
Die Preisträger erhalten außerdem eine Urkunde sowie ein Abonnement der Zeitschrift „der architekt“ für die Dauer von zwei Jahren.

Die Preisverleihung mit anschließendem Empfang findet am Abend der Jurysitzung bzw. im geeigneten Rahmen statt und ist öffentlich. Die eingereichten Arbeiten werden in Ausstellungen präsentiert und durch den BDA publiziert.

Durch die Beteiligung an dem Wettbewerb geben die Teilnehmer ihre Zustimmung zur Ausstellung ihrer Arbeiten und zur weiteren Veröffentlichung. Sie stellen dem BDA Landesverband Sachsen die dafür erforderlichen Unterlagen kostenlos und frei von Rechten Dritter zur Verfügung.


Die Organisation
Das gesamte Verfahren wird durch den Vorstand des BDA Landesverband Sachsen verantwortlich, unter Ausschluss des Rechtsweges, abgewickelt. Mit dem Wettbewerbsmanagement kann ein Büro betraut werden.

Die organisatorische Unterstützung des Wettbewerbes wird im jährlichen Wechsel durch eine der beteiligten Hochschulen unterstützt, an der die Jurysitzung und die Preisverleihung stattfinden.

Leipzig, den 21.11.2013



Der Vorstand
BDA Landesverband Sachsen


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